Sicheres Garagentor - was muss ich beachten?

Beim Sanieren eines Hauses wird oft zuerst an die Erneuerung von Türen und Fenstern im Haus gedacht, Garagentore werden außen vor gelassen. Jedoch bergen veraltete Garagentore nicht nur einen energetischen Nachteil, sondern besonders ein großes Sicherheitsrisiko.

Veraltete Technik häufigster Unfallgrund

Garagentore sind ein Bestandteil vieler Eigenheime und sollten vor allem eins: Schützen. Wenn sie aber veraltet sind, können sie genau das Gegenteil bewirken und zu einem großen Unfallrisiko werden. Besonders veraltete automatische Torsysteme sind gefährdet. Ist Ihr Garagentor noch sicher? Unsere kostenlosen Checklisten für Garagentore geben Auskunft.


 

Dies sind die häufigsten und gefährlichsten Verschleißerscheinungen an Schwingtoren

1. Gefahr durch Finger klemmen/quetschen

Durch nicht verkleidete Seitenzargen, einen fehlenden, nicht ausreichenden Abstand zwischen Hebelarm und Zarge und durch zu große Abstände innerhalb veralteter Federn besteht akute Gefahr, sich die Finger zu quetschen.

 

2. Gefahr vom Tor eingeklemmt zu werden

Mit einem Garagentor-Antrieb betriebene Tore dürfen nur mit einer maximalen Kraft von ca. 40 Kilogramm auf ein Hindernis auftreffen und müssen nach kürzester, vorgegebener Zeit (unter 1 Sekunde) sofort wieder nach oben fahren, um das Hindernis freizugeben. Veraltete automatische Toranlagen entsprechen diesen Vorgaben oftmals nicht mehr. Enorm hohe Kräfte und das fehlende Zurückfahren des Tores haben bereits zu schwerwiegenden Unfällen mit Kindern und Erwachsenen oder auch zu Sachschäden geführt.

3. Gefahr durch Torabsturz

Besonders gefährlich wird es, wenn Garagentore durch entgleisende Laufrollen oder brechende Federn komplett abstürzen. Neue Tore verfügen deshalb über gesicherte Laufschienen und ein Mehrfachfedersystem, bei dem bei Brechen einer Feder eine weitere Feder den Torabsturz verhindert. 

4. Gefahr durch umherfliegende Federn

Wenn Federn brechen, geht die Gefahr nicht nur von dem abstürzenden Tor aus. Im besten Falle wird das Tor durch weitere Absturz-Sicherungs-Mechanismen gehalten. Meistens fliegen die Federn allerdings bei einem Bruch mit hoher Geschwindigkeit meterweit durch die Luft und können damit zu Verletzungen und Sachschäden führen. Bei neuen Toren ist jede Feder gegen Wegschleudern gesichert.

Besonders Kinder vor Unfällen mit Garagentoren schützen

Besonders gefährdet sind Kinder: Sie können die Risiken nicht abschätzen und sind fasziniert von den sich scheinbar von Geisterhand bewegenden Toren. Ein veralteter Antrieb kann ein Kind einklemmen, das sich unter einem sich schließenden Garagentor hindurchbewegt, um noch schnell den Ball aus der Garage zu holen. Ohne einen automatischen Stopp- und Reversiermechanismus kann es zu Quetschungen, Knochenbrüchen und sogar zum Atemstillstand kommen. Um das Risiko noch kleiner zu halten, kann zusätzlich noch eine Lichtschranke in geringer Höhe angebracht werden, mit der das Tor bereits stoppt und zurückfährt, bevor es auf das Hindernis auftrifft.

 

Hersteller empfehlen, Garagentore regelmäßig von einem Fachmann prüfen zu lassen. Empfehlenswert ist es auch, bei einem Austausch des Tores Garagentor und Antrieb von dem gleichen Hersteller zu wählen. Hier kann man sicher sein, dass beides optimal aufeinander abgestimmt ist und so die Sicherheitsmechanismen greifen. 

Mit unseren Checklisten können Sie prüfen, wie sicher Ihr Tor ist und ob es Zeit für ein neues wird. Können Sie auch nur einen Aspekt mit "Nein" beantworten, sollten Sie sich an einen Fachmann wenden.

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