CO2-Reduktion im Hörmann Werk Ichtershausen
Gefördert durch die Europäische Union

Hörmann engagiert sich seit Jahrzehnten im Bereich Umwelt- und Klimaschutz und ist sich als Familienunternehmen der Verantwortung für nachfolgende Generationen bewusst. Deshalb leisten wir in vielen verschiedenen Bereichen einen aktiven Beitrag. Unser Ziel ist es, unseren CO2-Ausstoß stetig zu verringern und Lösungen für eine klimafreundlichere Zukunft zu finden. Um dies zu erreichen, liegt der Fokus unserer Klimaschutzstrategie auf Reduktionsmaßnahmen.
Betriebs- und produktionsbedingte Emissionen zu reduzieren ist auch das Kernziel eines neuen Nachhaltigkeitsprojekts im größten deutschen Hörmann Werk, der Hörmann KG Ichtershausen, in Thüringen. Um die produktionsbedingten Emissionen im Werk schrittweise zu reduzieren und die Nutzung erneuerbarer Energien zu ermöglichen, wurde ein Projekt zur Lokalerzeugung und Prozesswärmeanwendung von Wasserstoff ins Leben gerufen. Dieses vom Freistaat Thüringen geförderte Vorhaben wird durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
Investition in die betriebliche Energieeffizienz
Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts im Hörmann Werk in Ichtershausen wird ein lokal integriertes Wasserstoffkonzept realisiert, das die Eigenerzeugung und Anwendung von Prozesswärme ermöglicht und den Produktionsstandort damit unabhängiger vom regulären Energiemarkt macht. Somit kann der Brennstoff Erdgas teilweise durch regenerativen Wasserstoff ersetzt werden, um einen schnell wirksamen und konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Mit dem finanziell durch die Europäische Union im Rahmen des EFRE geförderte Projekt der Hörmann KG Ichtershausen werden die produktionsbedingten Emissionen schrittweise reduziert, während die Produktionseffizienz erhalten bleibt. Dies wird durch verschiedene Maßnahmen im Zuge des Projekts erreicht:
- Errichtung einer neuen Photovoltaik-Freiflächenanlage auf dem Werksgelände zur ganzjährigen Erzeugung und Nutzung von lokal erzeugtem Grünstrom
- Errichtung eines PEM-Elektrolyseurs zur Umwandlung, Speicherung und Beimischung von Wasserstoff und Nutzung der Abwärme im bestehenden Wärmekonzept
- Errichtung eines neuen H2-Ready Blockheizkraftwerks zur Wärmebereitstellung durch Wasserstoff
Emissionen reduzieren, Effizienz erhalten
Durch die Beimischung von ca. 20 % Wasserstoff kann mit der neuen Blockheizkraftwerk-Anlage die Verbrennung von Erdgas deutlich reduziert werden. Über eine Laufzeit von 20 Jahren können so ca. 680 t CO2 vermieden werden. Um langfristig eine noch höhere CO2-Einsparung zu erreichen, ist nach erfolgreichem Projektabschluss noch ein zweites Blockheizkraftwerk dieser Art geplant. Durch den teilweisen Verzicht auf die Verbrennung von Erdgas werden neben der direkten Einsparung von CO2-Emissionen auch indirekt klimaschädliche Methanemissionen vermieden, die durch die Erdgasförderung vom Ursprungsland bis zum Endverbraucher entstehen.
Projekt mit Multiplikatoreffekt
Das Zusammenspiel der verschiedenen Technologien vor Ort – von der Photovoltaik-Anlage bis zum Blockheizkraftwerk – ist in dieser Form bislang einzigartig am Markt und wird Aufschluss zu einer neuen Verfahrenskombination zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Produktion bieten. Da es beim Klimaschutz aber nicht nur auf Einzelmaßnahmen ankommt, möchten wir mit dem Projekt wertvolle und praxisnahe Ergebnisse liefern, die unter anderem in der Forschung und Politik genutzt werden können. Zudem möchten wir andere Unternehmen motivieren, ähnliche Konzepte umzusetzen und sich ebenfalls zunehmend von fossilen Energieträgern zu lösen. Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Stromverteilnetzbetreiber TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG geplant, um Erfahrungen auszutauschen und Rückschlüsse auf Kosteneinsparpotenziale im Stromnetzausbau zu ermöglichen.

