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Expertise

Steven Potrykus von Schörghuber über flächenbündige Türen

Zurückhaltende Eleganz zu schaffen war das erklärte Ziel der Architekten beim Neubau für SüdWestStrom. Ein Mittel, dieses Ziel zu erreichen, sind flächenbündig in die Wand eingelassene Türen und Zargen. 

Was waren die Anforderungen bei diesem Projekt?
Die Architekten legten Wert auf flächenbündige Türen, die teilweise als sogenannte Tapetentüren in die Wandverkleidungen integriert werden sollten. Dazu sollte eine hochwertige Pre­mium-Farblackierung kommen. Wo es möglich war, wurden Behörden-Einsteckschlösser mit Geräuschdämpfung und einem verstellbaren Edelstahl-Schließblech in der Zarge eingesetzt.

Welche Besonderheiten gab es dabei zu beachten?
Es gibt bei diesem Projekt zwei Arten von flächenbündigen Türen. Teilweise sind sie mit sichtbarer Holzstock- beziehungsweise Faltstockzarge und teilweise mit komplett un­­sicht­­barer Holzstockzarge ausgeführt. Hier wurde die Holz­stockzarge mit einem Profilaußenmaß von 54 mm gewählt und das Türblatt mit einer Türblattdicke von 70 mm stumpf mit Leibungsfalz auf der Bandgegenseite über die Holzstockzarge überstehend verbaut. Die Wandverkleidung wurde dann auf der Bandgegenseite auf der Holzstockzarge angeschlossen. Dadurch ist die Zarge komplett verdeckt. So sind Wandverkleidung und Türblatt auch auf der Bandgegenseite flächenbündig.

Steven Potrykus, Schörghuber Handelsvertretung
Sämtliche Türen sind flächenbündig in die Wand eingelassen.

Was ist aus technischer Hinsicht bei der Sonder­konstruk­tion der Tapetentüren zu beachten?
Die korrekte Ausführung und Befestigung der Elemente und die Abstimmung der bauseitigen Wandverkleidungen mit unseren Türelementen – mit dem Ziel gleicher Oberflächenqualität.

Welche Spezialtüren wurden verbaut – und warum?
Da wir auf die Wünsche unserer Kunden eingehen, sind fast alle unsere Produkte speziell. Im Falle des Projekts SüdWestStrom in Tübingen planten die Architekten mit einer T30 Rauchschutz-Nischentür mit Aufdopplung bei einer Breite von 1490 mm und einer Höhe von 3170 mm, die im Regelfall über Haftmagnet offen gehalten wird und nur im Brandfall schließt. Diese Nischentür sollte geöffnet in einer speziell ausgebildeten Wandnische stehen und nicht in den Flur ragen.

Was sind die Vorteile einer Nischentür?
Das Türelement soll optisch im geöffneten Zustand in einer Wandnische verschwinden und so wenig wie möglich als Türelement wahrgenommen werden.

Wie konnten die Architekten bei ihrer Planung von Schörghuber unterstützt werden?
Der Großteil der Kommunikation lief über den Verarbeiter, die Firma Westermann. In enger und intensiver Zusammenarbeit haben wir den Wunsch der Architekten nach Integration der Türen in die Wandverkleidungen umgesetzt.

Wie wird der Feuchteschutz beim Holztürelement erreicht?
Er wird mit unserer Faltstockzarge mit Feuchteschutz an der Zargenunterkante und einem verdeckten PUR-Anleimer an der Türblattunterkante erzielt. Dieses Türelement wurde im Behinderten-WC ausgeführt.

Warum hat dieses Gebäude Türen mit „Überbreite“?
Überbreite Türen sind durch die gewünschte Einbausituation und den geforderten lichten Durchgang bei 90° geöffneter Tür entstanden. Solche „Sondermaße“ stellen für Schörghuber aber kein Problem dar, da wir alle Sondermaße im Rahmen unserer geprüften und zugelassenen Größen durch unsere komplexen Fertigungsanlagen liefern können.

Wie kann der Schallschutz bei solch großen Türen gewährleistet werden?
Indem der Türblattaufbau mit entsprechenden Sonder­kon­struktionen ausgeführt wird und die Größen auch schallschutztechnisch als Komplettelement geprüft sind.

Nischentüren „verschwinden“ in der Wand und bieten dadurch maximale Durchgangsbreite.
Diese Tür schließt im Brandfall automatisch.
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