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Schwimmsport

Spaß haben im Stegermatt-Bad in Offenburg

von 4a Architekten

„Eines für alle“ ist das Stegermatt-Bad in Offenburg. Denn 4a Architekten entwarfen ein multifunktionales Bad für eine höchst heterogene Besucherschaft, dem es tatsächlich gelingt, allen Gästen das Richtige zu bieten – ohne es dabei charakterlos allen recht machen zu wollen.


Standort: Stegermattstraße 11, Offenburg, DE
Bauherr: Stadt Offenburg und Technische Betriebe Offenburg, DE
Architekt: 4a Architekten, Stuttgart, DE
Fertigstellung: 2017
Schörghuber Produkte: T30 Brand-/Rauchschutztüren mit Nassraumeignung Typ 3 mit Aluminiumzarge sowie HPL-Schichtstoff und angegossener PU-Kante, Vollspantüren, Feuchtraumtüren, Nassraumtüren Typ 1


Das expressive, weit auskragende Dach ist das prägendste architektonische Merkmal des Gebäudekörpers.
Kasse und Café befinden sich im Foyer.

Badegäste sind eine schwierige Klientel. Denn in einem öffentlichen Bad will jeder sein ganz persönliches kleines Glück finden. Die Senioren wollen in Ruhe ihre Bahnen schwimmen oder Gymnastik treiben, die Schulen und Vereine möchten trainieren, die Teens verlangen das Spektakel und die Eltern das familienfreundliche Vergnügen für Groß und Klein. Ein derart multifunktionales Programm verlangt ausgeklügelte Raumprogramme und sehr viel Expertise bei der Organisation der Abläufe. Im Freizeitbad Stegermatt spielten die Stuttgarter 4a Architekten ihre ganze Erfahrung aus – und errichteten zugleich eine ikonographische Bäderarchitektur. Als es galt, das vorhandene Bad aus den 1930er-Jahren zu erneuern, da entschieden sich 4a Architekten für einen einfachen, aber klugen Kunstgriff. Denn der Neubau ersetzt nicht das Vorgängergebäude, sondern wurde am anderen Ende des weitläufigen Bürgerparkgeländes errichtet – während das alte Bad noch in Betrieb blieb. Niemand musste also auf den Spaß im Wasser verzichten. Und als das neue Freizeitbad schließlich Mitte des vergangenen Jahres in Betrieb ging, da fanden alle Offenburger Badegäste genau das, was sie suchten.

Vielfältiges Angebot
Angesichts der durchaus widersprüchlichen Interessen der Kundschaft entschieden sich die Architekten für sauber getrennte Badezonen. Familien finden eine Halle mit Freizeitbecken, Rutschen und Babybereich, für Sportler gibt es Wettkampf- und ein Sprungbecken – und dazwischen können Schwimmkurse und Wassergymnastik in einem Extrabecken mit Hubboden angeboten werden. Die Becken im Freibereich komplettieren das Angebot des Stegermatt-Bades. Organisatorisches Rückgrat ist der angegliederte Trakt für Umkleiden und Sanitäranlagen. Und die Saunafreunde finden ihre Anlage samt Außenbereich in der Verlängerung des Bades – und direkt neben den Gleisen der ICE-Strecke Basel-Mannheim. Das Gebäudeensemble wird von außen durch die expressiven und weit auskragenden Dächer formal zusammengehalten – im Inneren ist es eine sanft gewellte Decke aus Holzlamellen, die alle Gebäudeteile zusammenbindet und zugleich in die Landschaft und den nahe gelegenen Schwarzwald überleitet. Konzeptionell geht es 4a Architekten stets darum, das Baden aus der klassischen Schwimmhalle zu befreien. Immer wird das Innen mit dem Außen verwoben. Stets sind Wände so transparent wie möglich. Decken werden zumeist aufgelöst und in Bewegung versetzt. Der Innenraum wird zur Landschaft und die Umgebung zum integralen Teil des Entwurfs.

Fröhlich – nicht schreiend
Viele Referenzen derselben Bauaufgabe innerhalb eines knappen Zeitfensters bieten zu können, dies ist heutzutage Standardvoraussetzung für die Zulassung zu großen Wettbewerben. Der Effekt im Falle von 4a Architekten: Das Büro gehört inzwischen zu Europas führenden Bäder-Architekten. Dass ihre zahlreichen Projekte dabei durchaus wiedererkennbar sind, ist jedoch keineswegs Resultat einer möglichen Routine. Es sind schlicht die grundlegende Haltung und der Perfektionsgrad, die typisch sind für die Stuttgarter Architekten. In Farb- und Materialwahl ist indes eine deutliche Veränderung erkennbar. Wurden noch vor Jahren gerne bunte Akzente gesetzt, so sind es heute die natürlichen Materialien, die dominieren. Am Rande des Schwarzwaldes ist es vor allem das Holz, das die Atmosphäre des Bades prägt. Als Lamelle an der Decke oder als Schindel an der Wand. So richtig bunt wird es nur noch dort, wo es um den reinen Badespaß geht, am Aufgang zur Rutsche oder im Baby-Planschbecken. In Offenburg entstand ein Bad, das fröhlich ist, aber nicht schreiend laut. Eine Architektur für alle, die für alle richtig ist – ohne es charakterlos allen recht machen zu wollen.

Die rote, markant gewendelte Treppe und das geschwungene Dach prägen den Innenraum.
Eine weitere Bar sowie Fußbäder befinden sich im Eingangsbereich des Spas.
Unterschiedliche Wandoberflächen kennzeichnen die unterschiedlichen Funktionen – wie zum Beispiel die Sauna mit den Holzschindeln.

Schörghuber Expertise:
Nassraumtüren in verschiedenen Ausführungen

Es ist kaum verwunderlich, dass im Freizeitbad Stegermatt in Offenburg Türen mit Nassraumeignung von Schörghuber verwendet werden. Zwar sind die Türen nicht unmittelbar an den Becken positioniert, dennoch kommen die Gäste ja nicht trocken aus dem Wasser und verteilen somit das Spritzwasser und die Feuchtigkeit kontinuierlich im Raum. Bei angenehmen Wasser- und Lufttemperaturen ist die Luftfeuchtigkeit ebenfalls konstant hoch – auch darunter können Türen leiden. Schörghubers Nassraumtüren begegnen diesen Anforderungen, indem sie komplett holz- und holzwerkstofffrei konstruiert sind. Die Türen verfügen darüber hinaus über eine eigene T30 Brand- und Rauchschutz-Zulassung. Sie sind mit speziellen korrosionsgeschützten Nassraumschlössern und Edelstahlbeschlägen sowie Zargen aus Aluminium ausgestattet, da auch hier Feuchtigkeit schnell zu dauerhaften Schäden führen kann. Einige der Nassraumtüren verfügen zudem über ein Sockelblech als Trittschutz sowie ein rundes Bullauge in Sichthöhe. Außerdem lieferte Schörghuber drei hochschalldämmende Türen mit einer Türblattdicke von 70 Millimetern.

Standort: Stegermattstraße 11, Offenburg, DE
Bauherr: Stadt Offenburg und Technische Betriebe Offenburg, DE
Architekt: 4a Architekten, Stuttgart, DE
Bruttogrundfläche: 10.800 m²
Bruttorauminhalt: 54.000 m³
Landschaftsarchitektur: Jetter Landschaftsarchitekten, Stuttgart, DE
Tragwerksplanung: Fischer + Friedrich Ingenieurgesellschaft, Waiblingen, DE
Elektrotechnik: Planungsbüro für Elektrotechnik Alexander Müller, Bühl / Neusatz, DE
Lichtplanung: Stromlinie Lichtdesign, Konstanz, DE
Bauphysik: Bayer Bauphysik Ingenieurgesellschaft, Fellbach, DE
Brandschutz: Halfkann + Kirchner, Stuttgart, DE
Fertigstellung: 2017
Fotos: Uwe Ditz, Stuttgart, DE / Andreas Muhs, Berlin, DE
Verarbeiter: Schwarzwald-Eisenhandel, Lahr, DE
Schörghuber Ansprechpartner: Arnold Reinstädtler Handelsvertretung, Wadgassen, DE
Schörghuber Produkte: T30 Brand-/Rauchschutztüren mit Nassraumeignung Typ 3 mit Aluminiumzarge sowie HPL-Schichtstoff und angegossener PU-Kante, Vollspantüren, Feuchtraumtüren, Nassraumtüren Typ 1

Die meisten Nassraumtüren verfügen über eine Aluminiumzarge.
Lichtausschnitte offenbaren „Gegenverkehr“.
Barrierefreie Nassraumtüren bilden auch den Zugang zu den Sanitärräumen.
Farblich abgesetzte Zargen bilden einen Rahmen um die barrierefreie Tür.
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