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Architektur und Kunst

Matthias Pabsch

Eine enge Grenze zwischen Architektur und (bildender) Kunst zu ziehen ist nicht möglich. Zu viele Gemeinsamkeiten gibt es – mal mehr, mal weniger offensichtlich. So sieht es auch der Künstler Matthias Pabsch, der sich vor allem bei seinen Skulpturen direkt auf die Baukunst bezieht.

Seine Affinität zur Architektur erklärt der Künstler mit der Allgegenwärtigkeit der Architektur. Schon während seines Studiums setzte er sich intensiv mit dem (öffentlichen) Raum auseinander: Um die Jahrtausendwende veröffentlichte Pabsch dazu sogar zwei Bücher über Architektur und Städtebau. Raum in seinen unterschiedlichen Dimensionen findet sich auch in seinem künstlerischen Schaffen wieder: „Nachdenken über Raum ist zentraler Bezugspunkt meiner Arbeit. Es manifestiert sich in Skulpturen, Installationen, Fotos, Gemälden und Texten“, so Pabsch. Der offensichtlichste Bezug zur Architektur ist in den Skulpturen zu erkennen. Pabsch zitiert mit ihnen die geometrisch so klare und reduzierte Formensprache der 1960er-Jahre – einer Epoche, der leider zu Unrecht oft nur eingefleischte Architektur-Begeisterte Schönheit abgewinnen können. Material, Proportion, Farbe und Transparenz sind die Themen, mit denen er sich in seinen Werken beschäftigt. Räumliche Wirkung weisen auch die anderen Disziplinen auf, in denen Pabsch wirkt: Seine Skiagraphien spielen durch Schärfe/Unschärfe und Hell/Dunkel mit der Fiktion von Dreidimensionalität. Und auch in seiner Malerei beschränkt sich der Künstler nicht auf eine Ebene. Die auf den ersten Blick zweidimensionalen Arbeiten der Trace-Reihe sind tatsächlich räumlich gestaltet, da die Bilder in zuvor auf einen Träger aus Metall aufgetragenen Farbschichten geschliffen werden und dadurch ein ausgeprägtes Oberflächenrelief besitzen.

(2004)
(2004)
Skiagraphy (2000)
Skiagraphy (2000)
Parallel City (2009)
Tower / Skiagraphy 1 (2009)
House of the Architect (2009)
Skiagraphy 6 (20016)
Parallel City (2016)

Matthias Pabsch

Künstler: Matthias Pabsch
geboren 1970 in Hildesheim, DE
studierte neben Kunstgeschichte auch Kunst und Architektur. Er schloss sein Studium 2002 mit einer Promotion an der Humboldt-Universität Berlin ab. Es folgten Publikationen über Städtebau und Architektur sowie über Berliner Künstler – zu denen er auch die Architekten Karl Friedrich Schinkel, Peter Behrens, Hans Scharoun und einige weitere prominente Namen zählt. Architekturbezogene künstlerische Arbeiten entstehen seit Anfang der 1990er-Jahre und werden sowohl im öffentlichen Raum als auch in Galerien und Museen im In- und Ausland gezeigt. Seit 2010 ist er als außerordentlicher Professor an der Duke University in Durham, USA, tätig und unterrichtet zudem an der Stanford University und der University of Notre Dame du Lac – beide ebenfalls in den USA beheimatet. Regulär wohnt und arbeitet Matthias Pabsch in Berlin und der Uckermark.

Galerie Pamme-Vogelsang
Hahnenstraße 33
50667 Köln
www.pamme-vogelsang.de

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